Category Archives: Linux

Ubuntu Desktop installieren – in einer VirtualBox Instanz

Es gibt viele Möglichkeiten der Ubuntu Installation. Ich habe mich für Ubuntu 14.04.3 entschieden, weil es LTS (Long Term Support) bietet und ich mit LTS gute Erfahrungen gemacht habe.

Ubuntu könnt Ihr auf http://www.ubuntu.com/ als iso runterladen und auf eine Disk als Datenträger-Abbild brennen.

Diese Installation schildert den Vorgang unter einer VirtualBox Instanz. Deswegen die  VirtualBox Fenster-Ansicht.

Ubuntu Installation Virtual Box

Die Initialisierung fängt mit einer Frage an. Will man Ubuntu permanent auf die Festplatte installieren oder nur als Test-Umgebung einrichten. Bei letzterem werden keine Daten gespeichert. Ich habe mich für die permanente Installation entschieden.

Links kann man die Sprache einrichten.

Ubuntu Installation Auwahl

Dann kommt man an einen Punkt, wo man entscheiden kann, ob man während der Installation Aktualisierungen herunterladen will. Ich habe das bejaht.

Ubuntu Installation Internet

In diesem Schritt könnt Ihr Euer System verschlüsseln.

Ubuntu Installation Alles löschen

Nun wird die Partitionen erstellt, eine für SWAP und eine für die Daten.

Auswahl der Länder-Konfiguration sollte selbsterklärend sein.

Nun wird ein User erstellt. In meinem Fall weiß ich, dass ich hier nicht groß auf Sicherheit achten muss. Deswegen gebe ich “automatische Anmeldung” an und das Passwort ist auch nicht sonderlich komplex gewählt.

Ubuntu Installation User anlegen

Danach werden die Daten aufbereitet und installiert.

Ubuntu Installation Daten aufbereiten

Nach wenigen Minuten verlangt der Assistent einen Neustart.

Ubuntu Installation Abschluss

Dann kommt die Aufforderung, die Disk zu entfernen und man muss zweimal bestätigen.

Nach dem Neubooten sieht der “Schreibtisch” so aus und ich bin fertig.

Ubuntu Installation Nach Neustart

Zur Installation von VirtualBox

Auf linux xampp virtual hosts einrichten

Auf linux xampp virtual hosts einrichten.

  • 1. In /opt/lampp/etc httpd.conf editieren, Kommentarzeile entfernen und speichern.

    1-httpd-conf-editieren

  • 2. In /opt/lampp/etc/extra httpd-vhosts.conf öffnen, Beispiele ergänzen.
    
    ServerAdmin webmaster [at] mylocaldomain [dot] com
    DocumentRoot /opt/lampp/htdocs/mylocaldomain.com/public
    ServerName mylocaldomain.com
    ErrorLog logs/mylocaldomain.com-error_log
    CustomLog logs/mylocaldomain.com-access_log common
    

    Die Einstellung am Anfang umstellen, damit directory’s noch funktionieren.

  • 3. /etc/hosts anpassen

    2-hosts-anpassen

  • 4. lampp neu starten mit
    /opt/lampp/lampp restart

    Hier hätte man auch nur den Apache neu starten können.

    3-lampp-neustarten

  • 5. Mit linx testen (wenn man möchte)
    Ich musste auf meiner Testumgebung erstmal lynx installieren.

    zypper install lynx

    4-lynx-installieren
    Dann Test-Aufruf starten:

    lynx http://mylocaldomain.com

    5-mit-lynx-testen

  • 6. Wenn man es im LAN von Windows aus testen möchte:
    In C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts eintragen.

    192.168.2.125 mylocaldomain.com

    Wenn “etc” nicht sichtbar, einfach im Editor per Hand den Pfad eingeben. Dazu musste ich Notepad++ mit Adminrechten starten, um überhaupt die Datei ansehen bzw. speichern zu können.

    6-editierprogramm-als-admin-oeffnen

    Dann aufrufen

    7-im-browser-testen

Natürlich ist die IP-Adresse 192.168.2.125 der Domainname mylocaldomain.com und die Pfade in der httpd-vhosts.conf auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Unter Linux ein Programm beim Booten automatisch starten lassen

Wie kann man unter Linux ein Programm beim Booten / Systemstart automatisch starten lassen. Ähnlich wie die Autostart-Funktion unter Windows.

Man trägt das Programm (Pfad) z. B.:

/opt/lampp/lampp start

in folgende Datei ein:

/etc/init.d/boot.local

Aber aufgepasst. Diese Datei wird geladen und das Programm direkt nach dem Booten und vor dem ersten Run-Level ausgeführt. Das heißt, dass zum Beispiel die Netzwerkdienste noch nicht gestartet sind.

 

Unter Linux nach Zeichen in Verzeichnissen suchen

Wie sucht man unter Linux in Verzeichnissen nach einer Zeichenfolge:

find /www/htdocs/ -exec grep -H "zeichenfolge" {} \;

Dieses Kommando durchsucht alle Dateien des angegebenen Verzeichnis (und Unterverzeichnisse) “/www/htdocs/” nach dem Begriff “zeichenfolge” und zeigt die gefundenen Zeilen zusammen mit dem Dateinamen an.

Automatische Benutzer Anmeldung mit / ohne Login

Es ist üblich, dass man PC-Zugänge mit einem Login-Verfahren schützt. Es kann aber auch Situationen geben, in denen man ohne Benutzer-Login direkt die Sitzung starten lassen möchte.

Die Gründe dafür oder dagegen möchte ich hier gar nicht diskutieren. Sondern erklären, an welcher Stelle man das im KDE einstellen kann.

Man öffne als Root die Datei “displaymanager” mit seinem Lieblings-Editor.

vi /etc/sysconfig/displaymanager

Und ändere dort die Einstellung

displaymanager_autologin=""

Entweder man läßt das Feld leer, also “”. Das hat die Auswirkung, dass man eine Anmeldefenster sieht, in der man Benutzernamen und Passwort angeben muss.

Oder man trägt zwischen den Anführungszeichen einen exitierenden Benutzernamen ein. In dem Fall wird dieser Benutzer angemeldet, ohne dass man sich dezidiert anmelden muss.

displaymanager

Speichern und in einem Neustart testen.

Auf SuSE Linux WLAN einrichten

1. Teil – Oder: “Ausschnitt aus dem Leben eines Web-Entwicklers”

Tja, da habe ich mir wieder Arbeit aufgetan. Als hätte ich sonst nichts zu tun. Und war es wirklich so nötig? Um was ging es eigentlich?

Ich bin Web-Entwickler, zumeist arbeite ich auf Windows, die Endprodukte landen aber immer auf Unix ähnlichen Systemen, genauer gesagt Linux.

Warum? Weil Linux-Software die besten Möglichkeiten in diesem Bereich bietet. Außerdem werden die meisten Lösungen, die man als Web-Entwickler nutzt, v.a. für das / im / auf Linux-Umfeld erstellt. Somit sind sie dafür besser getestet und laufen oft performanter.

Das fängt an mit Apache über PHP und MySQL bis hin zu CMSe wie TYPO3 oder WORDPRESS.

Vieles kann ich statisch entwickeln, entweder auf meiner Windows-Maschine oder ich kopiere es direkt auf den Webserver und fixe nach Ansicht.

Wenn man aber eine Developer-Umgebung braucht, die ganz nah am Produktiv-System ist, braucht man eine LAMP-Umgebung. Also eine Webserver-Umgebung, die LAMP genannt wird: (L)inux, (A)pache, (M)ySQL und (P)HP.

Auf meiner Windows-Maschine habe ich XAMPP eingerichtet. Damit habe ich eine super LAMP-Umgebung. Ich muss mich nur wenig um die Pflege des Systems kümmern. Mal SSL in einem Webcase einrichten oder an der PHP.ini etwas ändern. Alles andere läuft wie von alleine.

Der Start von XAMPP belastete meine Workstation aber ganz schön. Die Nutzung gleichzeitig laufender anderer Dienste machte das System noch langsamer.

Außerdem hatte ich ein Problem, dass eine TYPO3-Extension und zwar PDF-Generator2 sowas von altbacken ist, dass es mit neueren PHP-Versionen nicht läuft.

Nach einem Umzug fielen mir zwei alte Rechner auf, die beide Probleme hatten. Ich habe aus beiden Teilen Komponenten gemixt und damit ein ganz gutes System zusammen bekommen.

Also bot sich mir die Chance dort Linux zu installieren. Gesagt, getan….

Hopp, so einfach ist es nicht. Die Geschichte fängt ja hier erst an.

2. Teil: Linux installieren

Ich hatte vor kurzem schon Ubuntu für einen Bekannten installiert und war ganz begeistert. Hier fing es schon an: zweimal habe ich Ubuntu-iso-Images heruntergeladen und zu installieren versucht. Einmal eine Live-CD, das andere Mal die Original-CD. Beide Male bekam ich wüste Fehlermeldungen, schon beim Start der Installationspakete. Bei der Google-Recherche kam ich auf zahlreiche ähnliche Fehlermelder und Lösungsmöglichkeiten. Somit habe ich von Ubuntu Abstand genommen.

Mit SuSE hatte ich eigentlich schon seit Jahren immer gute Erfahrungen gemacht. Ich habe auf zwei verschiedenen Mirrors Images heruntergeladen. Auch diese beiden Male gab es bei der Installation Fehlermeldungen. Die DVD-Medien hatten Lesefehler. Erst der dritte Download funktionierte.

Ich installierte SuSE 11.4 mit Gnome. Sieht alles ganz gut aus, aber Linux meldet mir schwerwiegende Fehler auf der Installationsfestplatte. Noch wunderte ich mich, über so viel Pech.

So installierte ich SuSE 11.4 neu, diesmal aber mit der KDE-Umgebung. Es ist die Haupt-Desktop-Umgebung bei SuSE. Viele Anleitungen für SuSE sind für KDE-Installationen geschrieben.

Soweit funktionierte alles. Hier und da etwas konfigurieren, einige Module nach installieren.

Was nicht lief, war WLAN. Hier kommt der dritte Teil der Geschichte.

3. Teil: Auf Linux WLAN einrichten

Erst musste ich den WLAN-Adapter zum Laufen bekommen: Siemens Gigaset USB Adapter 54. Dafür gab es unter Linux keine Unterstützung vom Hersteller. Warum weiß ich nicht, aber viele Hersteller bieten keine Treiber für Linux an, hindern sogar Dritte daran, um den Kern ihrer Software herum, Treiberprogramme zu erstellen.

Es gibt aber ndiswrapper. Damit konnte ich tatsächlich den Kern des Windows-Treibers nutzen, um den Adapter anzusprechen.

Trotz aller Konfiguration kam ich aber immer noch nicht weiter. Was ich auch tat, ich bekam keine Verbindung zum Router. Zwischenzeitlich versuchte ich es über eine Kabel-Verbindung. Damit ging es sofort ohne irgendeine Installation. Das zeigte mir, dass die grundsätzliche Netzwerk-Konfiguration auf der Maschine funktionierte.

In vielen Lösungen wird geschrieben, dass man nicht mit dem klassischen „ifup“ arbeiten soll, sondern mit dem Networkmanager. Die ganze Zeit sah ich gar nicht, wo man das denn einstellen kann. Im sogenannten „ifup“ kann man ihn selbst deinstallieren. Erst dann funktionierte der Networkmanager.

Aber auch das brachte mich nicht wirklich weiter.

Dann versuchte ich ein Test-Script, welches in vielen Foren angesprochen wird. Leider half es mir gar nicht.

Dann fand ich noch eine dritte Art, die WLAN-Konfiguration zu starten: wpa_supplicant.

Neben der Gefahr doch etwas bei den unterschiedlichen Konfigurationsmöglichkeiten falsch gemacht zu haben oder dass der Treiber doch nicht richtig funktionierte, blieben mir nur noch zwei Verursacher. Die SSID oder dass mein Adapter gar kein WPA2 kann.

Den Adapter hatte ich zuletzt vor einigen Jahren unter Windows XP am laufen. Nehme an, noch mit WEP.

Später bekam ich neben dem Networkmanager auch mit wpa_suplicant meinen USB Adapter zum Laufen. Ich konnte die Umgebung scannen und zahlreiche Access Points finden. Sorry Nachbarn, dieses wpa_suplicant versucht auch sofort eine Verbindung aufzubauen.

Dann blieb eigentlich nur noch mein Access Point. Zwar hatte ich zu diesem Router schon mit unterschiedlichsten Endgeräten eine WLAN-Verbindung aufgebaut (Windows XP, Vista und 7, XBOX, Nintendo DS und WII, Android-Smartphone, sogar das MAC-Systems eines Freundes und den Entertain-Media-Receiver der Telekom), aber irgendetwas klappte nicht. Meine SSID wurde nicht mal beim Umgebungs-Scan angezeigt.

Da meine SSID versteckt ist, seinen Namen also nicht mit sendet, dachte ich, “ob es wohl daran liegt.” In der Tat wird man in vielen Foren (mitunter mit wütendem Unterton) gewarnt, seine SSID zu verstecken.

Was mir aber partout nicht einleuchten wollte: Mit den unterschiedlichsten Endgeräten kann ich eine WLAN-Verbindung zum “versteckten” Access Point aufbauen, nur nicht mit der “Mutter aller Betriebssysteme”.

Deswegen wollte ich es weiter versuchen, ohne die Unsichtbarkeit aufzuheben.

Bei wpa_suplicant merkte ich, dass ein Access  Point merkwürde Zeichen zurück gab. Das brachte mich zum Überlegen. In meiner SSID steckte ein Sonderzeichen drin, der Klammeraffe (also “@”, auch genannt at-Zeichen). Nun escapte ich dieses “@” mit einem Backslash “\”.

Und was soll ich sagen, träräh, damit funktionierte die Verbindung zum WLAN-Router. Ich bekam sofort per DHCP eine IP-Adresse zugewiesen und aktualisierte Erstmal das Betriebssystem.

Warum die Linux-Tools ein Escapen der Sonderzeichen benötigen, aber alle anderen Endgeräte nicht, weiß ich auch nicht. Für den Einen wird es ein Feature sein, für den Anderen ein Missing Feature.

4. Teil: Entwicklungsumgebung einrichten

Denkst Du, ich bin schon fertig? Nein, will aber nicht mehr so detailreich bleiben. Danach musste ich nur noch SSHD einrichten. Da half mir dieser Beitrag gut: Link.

Dann ging es weiter mit FTP. Ich versuchte es schnell mit pureFTPD. So schnell ging das aber nicht.

Zum Glück erinnerte ich mich daran, dass in XAMPP auch ein FTP-Server enthalten ist. Nach der schnellen Installation von XAMPP (echt keine Probleme) lief auch der FTP-Server.

Am Ende richte ich noch SAMBA mit Verzeichnisfreigabe ein. War zwar auch ein wenig komplizierter, aber jetzt kann ich es sportlicher sehen.

Seit dem bin ich glücklich und zufrieden.

Nächstes Mal erzähl ich Euch etwas von der Eclipse-Einrichtung.