VirtualBox installieren

VirtualBox ist eine sogenannte Virtualisierungssoftware, die es ermöglicht, dass man auf einem Rechner mit einem festgelegten Betriebssystem (host OS) weitere gänzlich verschiedene Betriebssysteme (guest OS) installieren und nutzen kann. Diese guest OS werden virtuell betrieben. Ihnen wird also eine virtuelle Maschine (VM) als Umgebung bereitgestellt.

Vorteil für mich: Ich teste gerne verschiedene Betriebssysteme. Statt für alle einen eigenen Rechner oder eine eigene Partition bereitzustellen oder lange auf das booten zu warten, kann ich es das Betriebssystem per Mausklick starten.

VirtualBox wird von Oracle in einer Open Source Edition (GPL Lizenz) zur Verfügung gestellt.

Hier zeige ich Euch eine VirtualBox Version 5 Installation auf Windows 7 mit Ubuntu als guest OS.

Ladet Euch erst VirtualBox herunter: https://www.virtualbox.org/wiki/Downloads.

Als Gast OS habe ich mich für Ubuntu 14.04.3 entschieden, weil es LTS (Long Term Support) bietet und ich mit LTS grundsätzlich gute Erfahrungen gemacht habe. Dieses könnt Ihr während der Einrichtung von VirtualBox nebenher als iso runterladen und auf eine Disk als Datenträger-Abbild brennen. Die Installation von Ubuntu selber habe ich einen anderen Post ausgelagert.

Führt die VirtualBox-Datei auf dem Zielsystem aus. Aber Achtung: Leider gibt es im Installation-Assistenten bei den meisten Schritten kein „Zurück“.

VirtualBox Installation start

Nun könnt Ihr weitere Features aus- oder abwählen.

VirtualBox Installation Auswahl Features

Solltet Ihr die Netzwerk-Funktionalität ausgewählt haben, dann bekommt Ihr nun eine Warnung.

VirtualBox Installation Netzwerk Warnung

Man muss die Installation mit Admin-Rechten ausführen und bekommt 3 weitere Warnungen, ob man sicher sei, was man da tut.

VirtualBox Installation Warnung USB

Bei meinem Win7 Intel Core i5 2.5 GHZ Laptop mit 4 GB RAM dauert die Installation bis zum ersten Start keine 2 Minuten.

VirtualBox Installation Konfiguration Start

Um eine neue Umgebung einzurichten, klickt man auf „Neu“.

In der Auswahl des guest OS konnte ich erst keine 64bit Systeme auswählen.

Um das zu ändern, musste ich im BIOS unter Security die Option „Intel Virtualization-Technologie“ aktivieren.

VirtualBox Installation Konfiguration Auswahl OS

Danach muss man die zugewiesene RAM-Größe bestimmen. 512 MB sind als Minimum empfohlen. In meinem Fall gab VB 768 MB als „Empfohlen“ an. Das schraubte ich auf 1 GB hoch, da ich das Ubuntu System später perfomant benutzen möchte. Diese 1GB fehlt aber dem host OS bei der Bereitstellung seiner Dienste.

VirtualBox Installation Konfiguration RAM

Nun muss man dem guest OS einen Festplatten Ort zuweisen.

VirtualBox Installation Konfiguration HD

Beim ersten Einsatz macht es Sinn den Assistenten zu starten.

VirtualBox Installation Konfiguration HD TYPE

Nun muss man entscheiden, ob man dem guest OS eine feste Größe oder eine dynamische Größe zuweist. Das ist natürlich ein wenig tricky. Bei „fester Größe“ soll das System schneller laufen. Deswegen habe ich mich dafür entschieden.

VirtualBox Installation Konfiguration HD Allocation

Statt der vorausgewählten 8 habe ich 20 GB festgesetzt, da ich ausreichend Platz habe.

VirtualBox Installation Konfiguration HD Größe

Dann startet die Einrichtung durch den Assistenten. Dadurch wird das System (host OS) ganz schön beansprucht. Nicht mal der Wechsel in ein anderes Fenster ist möglich.

VirtualBox Installation Konfiguration Init

So sieht es nach Fertigstellung der Einrichtung aus.

VirtualBox Installation Konfiguration init danach

Klickt man auf „Ändern“ hat man zahlreiche Optionen.

VirtualBox Installation Konfiguration Ändern

Nun klickt man auf „Zeigen“ und gibt die Source für die Ubuntu Installation an. Bei mir ist das DVD-Laufwerk „D“ und klickt auf „Starten“.

VirtualBox Installation Ubuntu

Im Fenstermodus sieht man wie Ubuntu installiert wird. Diesen Teil habe ich in einen anderen Post gepackt.

Nach der Installation von Ubuntu kann man das System mit „Starten“ hochfahren.

VirtualBox Installation Ubuntu Start

Internet, Darstellung, Installationsort und host Taste

VirtualBox stellt dem guest OS die Internetverbindung zur Verfügung. Denn ohne das ich WLAN einrichten musste, kann ich in Netz gehen. Klasse!

Die Darstellung ist nicht optimal. Um daran etwas ändern zu können, muss man Guest Additions installieren. Es gibt eine VboxGuestAdditions.iso unter “C:\Program Files\Oracle\VirtualBox”. Die muss man mittels VirtualBox unter Ändern | Massenspeicher | Controller: IDE mounten. Auf dem guest OS wird die virtuelle CD sofort gestartet. Zweimal [ENTER] und die Auflösung lässt sich gut anpassen.

Was mich weiterhin störte, obwohl ich die VM in eine freie Partition installieren wollte, hat VB es unter Laufwerk C:\ installiert. Nun musste ich so vorgehen. Erst VB schließen. Dann die VM verschieben. Am Ende die VirtualBox.xml und die VirtualBox.ml-prev editieren. Merkwürdigerweise wurden bei mir die Dateien ständig zurückgeschrieben. Bis ich merkte, dass ein VB Prozess noch lief. Denn musste ich über den TaskManager beenden. Dann funtze die Änderung.

Die sogenannte [host] Taste ist bei mir [STRG] links + [STRG] rechts.

Weitere Infos unter: https://www.virtualbox.org/manual/ch01.html

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About Erdal Gök

Erdal Gök is a web consultant. He works since 1996 as a webworker and is self-employed since 2004. His main skills starts from building concepts for web-projects over designing and implemanting web-frameworks like TYPO3 or creating frontend templates on HTML / CSS or getting interactivity with Javascript.

One thought on “VirtualBox installieren

  1. Pingback: Ubuntu Desktop installieren – in einer VirtualBox Instanz | webcan BLOG

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